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Montag, 24. August 2020

Luca ist tot





Ach liefest du durch den Garten
noch einmal im raschen Gang –
wie gerne wollte ich warten,
warten stundenlang!

Theodor Fontane




letztes Foto von Luca in der Klinik




Einblicke in den Sterbeprozess aus der Sicht eines Hundes.

FILLIS -   Golden Retriever-Hündin (gestorben  2007)

Für Menschen ist der Tod seines geliebten Tieres sehr oft mit Liebes-Verlust-Schmerz verbunden, der je nach Intensität des miteinander Erlebten zu körperlichen Beschwerden und organischen Erkrankungen führen kann. Das wollen wir, die wir gehen mussten, am allerwenigsten.

Ich, Fillis, möchte Euch mitnehmen in meine Erlebniswelt des Hinübergehens. Es möge dem Versuch Eurer Trauerbewältigung eine Hilfe sein.

Wir Tiere sind ein Teil des Menschen, genau so, wie auch alle anderen Lebensformen. Aus diesem Grund haben wir auch nur eine ( Teil- ) entsprechend kürzere Lebenserwartung. Bleiben wir aber beim Gefährten Hund. Hier kenne ich mich besser aus.

Liebes Frauchen, liebes Herrchen,

es ist im Sinne der Natur der Erde, dass Körper nur eine bestimmte Lebensdauer haben. Wenn Dein Hund auf normale Weise alt werden kann und gehen muss, signalisiert er es Dir. Unsere körperlichen Defizite und organisches Versagen empfinden wir nicht als leidend, so wie Ihr es Euch vorstellt. Wir nehmen es hin und lassen es zu. Es hilft uns bei der Ablösung unserer Seele aus dem Körper. Es sind Signale der Schöpfung, denen wir widerstandslos gehorchen. Doch jetzt wird es schwierig.

Sobald dieser Prozess in uns beginnt, beginnt auch bei Euch Menschen das starke Bedürfnis, uns erhalten zu wollen, in der Form wie Ihr mit uns glücklich ward. Schon jetzt produziert Ihr Euer Herzensleid. Ihr versucht über Euer Denken diese Trennung weg zu schieben. Doch gerade jetzt, wenn wir müde geworden sind, solltet Ihr uns helfen. Gerade jetzt würde für uns Euer Denken in eine bewusste liebevolle Rückschau für Erleichterung schaffen. Wir spüren um Eure Gefühle des nicht-loslassen-könnens und versuchen Euren beginnenden Schmerz zu lindern, indem wir unsere Kräfte sammeln und unseren Sterbeprozess hinauszögern.

Wir lieben Euch auch, selbst wenn wir gehen müssen. Für mich, Fillis, ist es ein starkes Bedürfnis, Euch Menschen zu sagen, dass kein Lebewesen unter Qualen sterben muss. Wir haben ebenso wie Ihr Menschen ein perfektes Drüsensystem, welches uns durch Ausschüttung von Morphinen hilft. Wir wandern aus unserem Bewusstsein in unbewusste Wahrnehmungsbereiche, die mit Leichtigkeit, Farben und Klänge verbunden sind. Dabei sind wir jedoch immer noch mit Euren Gefühlen verbunden. Wenn Ihr, Frauchen und Herrchen, uns durch Eure Sehnsucht und Trauer nicht loslassen könnt, bleiben wir in einem angehängten Zustand zum irdischen Dasein.

Ich bitte Euch als Hund, füllt Eure Leere, die Ihr nach unserem Tod empfindet, mit Licht und Liebe aus, mit Erinnerungen an die wunderschöne Zeit, die wir erlebt haben. Gebt uns die Kraft, unser neues Dasein zu finden. Nur so sind wir Hundeseelen auch wieder in der Lage, Einfluss zu nehmen auf Euer weiteres Leben. Denn mit dem Tod ist die Verbindung zu unserem Menschen nicht abgerissen. Die Liebe zum Menschen wird ihr übriges tun, um unsere Seelen wieder in die irdische Welt und zu den Menschen hinab zu lassen. Ich will Euch damit sagen, dass nichts von dem, was wir jemals erlebt haben, verloren gehen kann. Ihr nennt es Zeit, doch wir Tiere erleben uns in Bewusstseinsphasen ohne Zeit. Wir leben im Jetzt und somit ist die Rückkehr unserer Seele zur Erde kein Zeitfaktor, sondern ein Bedürfnisfaktor.

Eure Fillis.

Dem normalen Sterbeprozess geht ein verwirrt sein des Wesens voraus. Der Körper fühlt sich schwer an und irgendwann verweigert er seine Tätigkeit der Bewegung. Der Hund atmet zuweilen schwer und schaut wie paralysiert in die Weite. Seine Wahrnehmungen gelten jetzt bereits den höheren Sphären. Eine sanfte Stimme von Frauchen oder Herrchen, ein Streicheln, leise Musik und auch ein sanftes Licht lassen sie so leichter in die nächste Phase eintreten. Sekrete/ Wasser lösen sich aus dem Körper. Wir Menschen empfinden den Tierkörper jetzt wie fiebrig. Unmittelbar danach setzt unregelmäßige flache/stoßende Atmung ein, die immer leiser wird und sich oft mit einem letzten Lautton verabschiedet. Das Herz steht still.

Jetzt beginnt erst das eigentliche Verabschieden der Tierseele von seinen geliebten, zurückgelassenen Freunden. Einige Menschen sind derart sensibel, dass sie ihr Tier für Momente sogar sehen, hören oder gar riechen können. Diese noch verbleibende Zeit von ca. sieben Stunden werden zu oft übersehen. Der leblose Tierkörper wird oft viel zu früh entsorgt. Gib Deinem verstorben Tier noch Zeit zu „begreifen.“

Zünde ihm ein Licht an und wünsche ihm mit Deiner Liebe im Herzen alles Gute. Danke ihm, dass es sein Erdenleben mit Dir geteilt hat.

Nur so öffnest Du Deine Tür, um Signale aus seiner „Welt“ zu empfangen.

Gute Reise!

Während der einzelnen Übergänge in die nächste Phase werden die damit verbundenen Körperbewegungen oftmals mit Schmerzen in Verbindung gebracht. Dies ist jedoch unrichtig. Der Körper bewegt sich nur noch im Zuge der sich herausziehenden Lebens-/ Seelenenergie.


Montag, 10. August 2020

Termin bei der Tierärztin

 Heute war ich erneut mit Luca bei der unserer Tierärztin. 

Luca ging es zwar unverändert, aber ich wollte wissen, ob Luca vielleicht Schmerzen hat und es sich aber nicht anmerken lässt. Außerdem brauchte er auch neue Cortison-Tabletten.

Da er diese Tabletten gut vertragen hat, haben wir beschlossen zusätzlich noch Schmerztabletten zu geben. Zweimal täglich bekam er danach jeweils eine 3/4 Tablette.

Aufgrund eines Rats von Angela (Züchterin und Frauchen von Lucas verstorbener Schwester Abby) die mit dem Frauchen von Rico (Bruder von Luca) Kontakt hat, habe ich nach einem Onkologen für Hunde gefragt. Rico ist wohl bei einem Onkologen in Behandlung. 

Karen meinte, dass es sicher gut ist, wenn ich Luca mal einem Onkologen vorstellen würde und hat Dr. Stolze von der Tierklinik Duisburg-Asterlagen empfohlen, mit dem sie bisher gut zusammen gearbeitet hat. Wir sind so verblieben, dass ich danach mir ihr noch mal über die Diagnose von Dr. Stolze sprechen würden. Sie wollte sich auch mit ihm in Verbindung setzen.

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Am 26. August 2020 sollte der Termin in der Tierklinik sein.